Opel: Kredit oder Bürgschaft?

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Opel bat den Staat um zinsgünstige Kredite. Das war nicht möglich. Jetzt bittet Opel um eine Bürgschaft, um das dringend benötigte Geld anderswo zu leihen. Das geht. Aber wo ist da der Unterschied? Wissen Sie was ein Gläubiger macht, wenn Opel eine Bürgschaft der öffentlichen Hand auf den Tisch legt? Der schliesst die Akte und gewährt den Kredit – ungesehen. Denn ein Risiko hat er nicht. Das trägt der Staat oder das Land, je nachdem. Fällt der Kredit aus, zieht der Gläubiger die Bürgschaft und ist fein raus. Der Steuerzahler bleibt auf den Kosten sitzen, egal ob Kredit oder Bürgschaft. Ein zusätzlicher Effekt der Bürgschaft: Niemand prüft, ob Opel überhaupt zu sanieren, sprich: noch marktfähig, ist. Nicht der Gläubiger, denn der hat ja seine Bürgschaft und macht einen auf Pfandleihe. Doch auch nicht der Bürge, denn der verlässt sich auf den Gläubiger. So können alle ihre Hände in Unschuld waschen, wenn die 500 Millionen den Bach runter gehen. Der bequemste Weg für alle Beteiligten.

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