Wirtschaftskriminalität: Osten erholt sich nur langsam vom Treuhandkahlschlag

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20 Jahre nach Anschluss der DDR an die Bundesrepublik Deutschland hat sich die Wirtschaft der neuen Bundesländer noch immer nicht von ihrem Ausverkauf durch die Treuhandanstalt erholt. So stieg das Lohnniveau im Osten während der letzten 20 Jahre gerade einmal von 57 auf 83 Prozent der Löhne in den alten Bundesländern, fand das wirtschaftsnahe ifo-Institut für Wirtschaftsforschung heraus, wie SUPERillu berichtet. Auch das Netto-Geldvermögen der Ostdeutschen hatte sich gemäss Studie bis zum Jahre 2008 lediglich auf 27.000 Euro verdoppelt. Nur die Renten liegen in den neuen Ländern mit 811 Euro geringfügig höher als in den alten Bundesländern. Dieser Unterschied in der Altersversorgung liegt an der höheren Zahl an werktätigen Frauen in der DDR.

Nach Expertenschätzungen wurde im Zuge der Privatisierung durch die Treuhandanstalt in den neuen Bundesländern ein Volksvermögen von rund 10 Milliarden Euro ohne Not vernichtet. Ein weiteres heute bekanntes Hemmnis in der wirtschaftlichen Entwicklung der neuen Länder war die Währungsumstellung auf die D-Mark, die für Betriebe mit Geschäftsbeziehungen in den ehemaligen Wirtschaftsraum des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) die sofortige Insolvenz bedeutete.

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