Fall „Emmely“ – Kündigung aufgehoben

Handel

Im Fall „Emmely“ hat das Bundesarbeitsgericht die fristlose Kündigung heute aufgehoben. Der Kassiererin wird seitens ihrer ehemaligen Arbeitgeberin, der Kaiser’s Tengelmann GmbH vorgeworfen, zwei von Kunden liegen gelassene Pfandbons im Gesamtwert von 1,30 Euro zum eigenen Vorteil eingelöst zu haben, was später durch das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg festgestellt wurde. Aufgrund des Vergehens sah die Arbeitgeberin das Vertrauensverhältnis zerstört und kündigte. Nach Ansicht des Zweiten Senats konnte jedoch das nach über 30 Jahren Betriebszugehörigkeit aufgebaute Vertrauen nicht vollständig aufgezehrt sein, auch wenn die Tat eine „erhebliche Pflichtverletzung“ darstellt. Zudem handelt es sich um eine „vergleichsweise geringfügige wirtschaftliche Schädigung“ der Arbeitgeberin. Eine Abmahnung hätte demnach ausgereicht.

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